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Kamala

Das feinweiche, leichte braunrote und nicht klebrige Pulver besteht aus den abgesiebten Drüsen und Büschelhaaren der Früchte von Mallotus philippinensis, einem baumförmigen Wolfsmilchgewächs. Es ist mit wenigen graugelben Teilchen durchsetzt, geruch- und geschmackfrei sowie wasserunlöslich. Behandelt man das Pulver mit Alkohol, Ethylether, Chloroform bzw. Kali- oder Natronlauge, so löst sich ein rotgelber Farbstoff heraus (Rottlerin, zusammen mit einigen anderen Farbstoffen vom Phloroglucin-Typ).



Kamala

Inhaltsstoffe

Kamala besteht zu ca. 80% aus Harz. Neben den erwähnten Farbstoffen und Homorottlerin enthält Kamala Citronensäure, Gerbsäure, Gummi, Zucker und Wachs. Die Samen der Pflanze ergeben fettes Kamalaöl (Camulöl) mit der hoch ungesättigten Kamalolensäure. Rottlerin, auch als Mallotoxin bezeichnet, ist die wichtigste und auch giftigste Komponente von Kamala. Der reine Farbstoff ist kristallin, blaßgelb bis lachsfarben und besitzt einen Schmelzpunkt von 205-207 Grad Celsius. Er ist unlöslich in Wasser, dagegen löslich in organischen Lösungsmitteln.



Geschichte

Innerlich wurde Kamala zuerst von einigen in Indien praktizierenden englischen Ärzten als Bandwurmmittel empfohlen, wobei die recht drastisch abführende Wirkung ausschlaggebend war. Aufgrund von Versuchen ist es dann in den deutschen Arzneischatz übernommen worden.



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